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Mittwoch, 30. März 2016

Warum denken, wenn fühlen so viel leichter ist?

Ich glaube viele von euch sind der festen Überzeugung, sie haben sich verlesen, oder ich habe mich verschrieben in der Überschrift, aber genau so soll es da stehen.

Warum denken, wenn fühlen so viel leichter ist?

Bei vielen Menschen stellt sich diese Frage gar nicht erst. Sie würden die Frage wahrscheinlich sogar umdrehen und mich fragen "Warum fühlen, wenn denken so viel leichter ist?"
Ich verstehe ihre Ansicht. Man kann Dinge aus vielen verschiedenen Blickwineln überdenken. Sich alles "schöndenken" und sein Gefühl außenvor lassen.

Vor allem bei den Tieren habe ich gelernt, es kommt auf mein Gefühl an und nicht auf das, was ich gerade denke. Von ihnen habe ich gelernt mehr auf mein Gefühl, als auf meinen Kopf zu bauen.

Grade heute gab es wieder eine solche Situation, in der mein Gefühl mir bewies, es ist viel genauer, als mein Verstand.
Mein Kater hat mir heute zum ersten Mal Kratzer verpasst. Mit seinen Zähnen.
Jedoch war es nicht seine Schuld. Er ist Haargummi verrückt und wie es bei Mädchen halt so ist, habe auch ich Gummis um mein Handgelenk. Wir also gespielt, er meine Hand zu sich gezogen ganz vorsichtig, ich sie weggezogen und er hinterher gehüpft. Er hat sofort gemerkt, dass es nicht nur die Haargummis sind und es ist nicht wirklich etwas passiert.
Seine Art änderte sich schlagartig von spielerisch ausgelassen in schuldbewusst und ängstlich.
Mein Gefühl sagte sofort, er meinte es nicht böse, es war die Schuld von keinen und meine Güte es ist überhaupt nichts passiert.
Jemand, der das ganze aus dem Augenwinkel mitbekommen hatte meinte zu mir, dass das Verhalten des Kater nicht geht. Er dürfe schließlich nicht einfach beißen, auch nicht im Spiel.
Dem kann ich so zustimmen, jedoch war es ist der Situation weder ein festes beißen, noch etwas bewusstes.
Er wollte mich nicht verletzen, es tat ihm leid, auch wenn viele Menschen nicht glauben, dass Tiere Schuld empfinden können.
Ich hörte auf mein Gefühl, wusste, dass er es nicht böse meinte, lockte ihn zu mir und zeigte ihm, dass ich ihm nicht böse bin, dass alles ok ist.
Sein Verhalten änderte sich sofort wieder. Er wurde sanft, ruhig und entspannte sich unter meinen kraulenden Händen.

Diese Situation zeigte mir wieder einmal, vertraue auf dein Gefühl. Sagt dein Kopf, du solltest bestrafen, sagen anderen das geht nicht und es muss Konsequenzen haben, du fühlst aber anders, so höre auf dein Gefühl, es weiß genau, was richtig ist und warum die Situation so war, wie sie war!